Fragen und Antworten

Grundsätzliches

Welches Problem löst ID4i?

ID4i ermöglicht die Serialisierung von Einzelwerkstücken mit weltweit eindeutigen Nummern und den unternehmensübergreifenden Austausch von werkstückbezogenen Daten. Dadurch wird die Identifikation von Einzelwerkstücken und die Abfrage der Position im Lebenszyklus des Werkstücks und verknüpfter Daten möglich.

Gleichzeitig ist gewährleistet, dass diese Information nur für berechtigte Parteien einsehbar ist.

Warum sollte mein Unternehmen eindeutige Nummern nicht selbst vergeben?

Während die Erzeugung und Verknüpfung eindeutiger Nummern relativ einfach umsetzbar ist, so sind diese dann immer auf ein Unternehmen beschränkt. Der Lebenszyklus von Produkten erstreckt sich jedoch über mehrere Unternehmen – Bereitstellung von Rohmaterialien, Herstellung, Wiederaufbereitung, Wartung und Verwertung sind nur einige der Schritte, die typischerweise von Partnerunternehmen abgebildet werden. Um die Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten, müssten eindeutige IDs verschiedener Unternehmen verknüpft und auf das Werkstück aufgebracht werden. Für die Identifikation muss bekannt sein, welche Nummer die aktuelle führende ist.

Daten von Sub-Unternehmern dieser Partnerunternehmen können nur indirekt erhoben werden, weshalb diese Daten in aktuellen Prozessen nur sehr selten genutzt werden.

ID4i tritt als Makler für Nummern und Austauschplattform auf, um Ihnen diese Abstimmungen zu ersparen. Jedes teilnehmende Unternehmen kann Daten zum Lebenszyklus einer in seinem Besitz befindlichen GUID hinzufügen. Dabei ist der Schutz Ihrer Unternehmensdaten zu jeder Zeit gewährleistet.

Kann der Hersteller oder Bearbeiter eines Produktes anhand der GUID identifiziert werden?

Die GUID selbst (und damit der auf ein Werkstück aufgebrachter Code) enthält keinerlei Informationen über den Erzeuger der ID, den Hersteller oder den Erzeugungszeitpunkt. Diese Informationen können auch nicht über die Analyse von GUIDs ermittelt werden, um etwa Rückschlüsse auf gleiche Chargen oder Lieferanten zu ziehen.

ID4i unterstützt private labelling. Das bedeutet, dass Informationen über Unternehmen, die am Herstellungsprozess beteiligt sind, nicht öffentlich sichtbar sein müssen.

Der Eigentümer eines Produktes kann über die ID abgefragt werden, analog zu einer Herstellerangabe auf einer Produktverpackung. Dieser Eigentümer hat die vollständige Kontrolle über die öffentlich angezeigten Daten seiner GUIDs.

Wir verwenden bereits GTIN/MAPP oder eigene Codes. Sollte ich ID4i trotzdem verwenden?

Ja, ID4i bietet auch bei bestehenden Serialisierungslösungen weitere Mehrwerte. Die Nutzung von ID4i ermöglicht den unternehmensübergreifenden Datenaustausch und die -analyse anhand eindeutiger Nummern – Bei gleichzeitiger Wahrung des Schutzes von Lebenszyklusinformationen.

Bestehende Nummern können in ID4i verknüpft werden. So können bereits etablierte Prozesse reibungsfrei weiterlaufen.

Unterstützt ID4i Private Labelling / OEM?

Die GUID selbst (und damit der auf ein Werkstück aufgebrachter Code) enthält keinerlei Informationen über den Erzeuger der ID, den Hersteller oder den Erzeugungszeitpunkt. Diese Informationen können auch nicht über die Analyse von GUIDs ermittelt werden, um etwa Rückschlüsse auf gleiche Chargen oder Lieferanten zu ziehen.

ID4i unterstützt private labelling. Das bedeutet, dass Informationen über Unternehmen, die am Herstellungsprozess beteiligt sind, nicht öffentlich sichtbar sein müssen.

Der Eigentümer eines Produktes kann über die ID abgefragt werden, analog zu einer Herstellerangabe auf einer Produktverpackung. Dieser Eigentümer hat die vollständige Kontrolle über die öffentlich angezeigten Daten seiner GUIDs.

GUIDs

Welche Daten sind im Code vorhanden?

Der GUID Code enthält keinerlei Nutzdaten und dient ausschließlich als identifizierendes Merkmal. Beispiele für GUIDs sind

  • 0Aw3QoJHpcSeRyBqkgfq9
  • AH3MyJK7ejGnmnML
  • cbkHpYR6kvYqH8vqcajb6tFtmwrbH1C0nlG4Fj84En5iM5iCDgyAtbhjH39usntf293DXzDMH2FI5ZqIiuMrtrMWezX4MbLOVAgVDEuTt31W9Bg0NODC6baroY3UBMO3
Gibt es genug eindeutige IDs?

Die Anzahl der verfügbaren GUIDs ist nahezu unbegrenzt. Selbst GUIDs geringer Länge existieren bereits viele Milliarden. So gibt es beispielsweise bereits 248 Trillionen GUIDs der Länge 8, bei der Länge 56 sind es bereits über 5 Googol.

Ein Googol entspricht 10100, also einer Eins mit 100 Nullen.

Warum gibt es GUIDs verschiedener Längen?

Die Länge der GUID hat Einfluss auf die Größe der auf Werkstücke aufgebrachten Codes. GUIDs niedriger Länge sind für kleine Werkstücke geeignet. Je geringer die Länge, desto geringer die Anforderungen an Scanner, die den Code einlesen. Spielt die Größe nur eine nachgelagerte Rolle, so können lange GUIDs, preisgünstige GUIDs verwendet werden.

In welcher Form wird die GUID auf Werkstücke aufgebracht?

Die Aufbringung ist abhängig vom zu kennzeichnenden Material/Werkstück. Für hohe Beanspruchungen bietet sich die Lasermarkierung an, aber auch chemische Markierung oder dauerhafte Etikettierung ist möglich.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Beratung oder Beispiele benötigen

Welche Barcode Formate werden unterstützt?

Die GUID ist unabhängig von Ihrer Darstellung. Typische Formate sind Barcodes, wie beispielsweise Code-128, Data Matrix oder QR Codes. Die unten dargestellten Barcodes (QR Code, Data Matrix, Code128, Aztec, MicroPDF417, Han Xin) enthalten alle die gleiche GUID.

Bleibe ich Eigentümer einer ID4i wenn ich das Produkt an einen Dienstleister versende/übertrage?

ID4i unterstützt zwei Wege, um GUIDs zur Bearbeitung (d.h. zum Anhängen von Informationen) an weitere Unternehmen freizugeben: Die Übertragung des Eigentums und die Übertragung des Besitzes der GUID.

Wenn ein mit einer GUID markiertes Werkstück verkauft wird (z.B. von einem Hersteller an einen Großhändler), wird das Eigentum der GUID übergeben. Der neue Eigentümer erhält damit das Recht Daten (Dokumente, History, Web Routen) an der GUID zu pflegen und die Sichtbarkeit dieser Daten zu kontrollieren.

Wenn ein Werkstück an einen Partner zur Bearbeitung übergeben wird (z.B. für die Beschichtung oder sonstige Veredelungen), wird nur der Besitz übergeben, das Eigentum verbleibt beim ursprünglichen Eigentümer. Der neue Besitzer erhält damit das Recht, Daten an der GUID zu pflegen. Die Sichtbarkeit wird weiterhin vom Eigentümer kontrolliert.

Wie und wo kann ich die ID4is abrufen?
GUIDs können entweder über das Web Interface erzeugt und als CSV Datei heruntergeladen werden oder – prozessintegriert – über einen API Client über den createGuids Service on-demand erzeugt werden (siehe https://bluerainsoftware.github.io/id4i-oss/docs/redoc/index.html#operation/createGuid). Typischerweise kommt die manuelle Erzeugung nur in Sonderfällen zum Einsatz. In Integrationsszenarien werden die GUIDs über API Clients erzeugt und ggfs. in einem Cache vorgehalten.
Wird ein Produkt entsorgt, erhalte ich dann die ID4i zurück?

Grundsätzlich ist es möglich, GUIDs neuen Werkstücken zuzuordnen. Aus Gründen der Nachvollziehbarkeit (auch über den Lebenszyklus des Werkstücks hinaus) ist das jedoch kein empfohlenes Vorgehen. Für unterschiedliche Werkstücke sollten jeweils eindeutige GUIDs vergeben werden.

Preisgestaltung

Was kostet ID4i?

Sollten Sie sich für eine von BlueRain Software gehostete Lösung interessieren, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir unterstützen Sie gerne.

Technik

Was ist die ID4i API?
ID4i stellt als Platform-as-a-Service ein HTTP API bereit, über die ID4i in eigene Prozesse integriert wird. Eine vollständige Dokumentation finden Sie unter https://bluerainsoftware.github.io/id4i-oss/docs/redoc/index.html. Es ist möglich, direkt mit diesem API zu kommunizieren oder die bereitgestellten Bibliotheken zu verwenden, die die Kommunikation kapseln. Die verfügbaren Bibliotheken und Verwendungs-Beispiele (z.B. für Java, Javascript und C#) finden Sie unter https://github.com/BlueRainSoftware.
Was ist ein ID4i API Client?

Ein API Client ist ein Programm, das die Kommunikation mit ID4i implementiert so die Schnittstelle zwischen Ihren unternehmensinternen Prozessen und ID4i bildet. Die Umsetzung kann in Programmiersprachen/auf Technologiestacks Ihrer Wahl erfolgen. Für verbreitete Sprachen stellen wir unter https://github.com/BlueRainSoftware Bibliotheken bereit, die die Umsetzung beschleunigen.

Typische Beispiele für API Clients sind die Integration von Waren-Eingang und Waren-Ausgang in ERP Systeme, Software für Markierungssysteme um die Codes auf Werkstücke aufzubringen und die Protokollierung von Wartungsarbeiten.

Wer setzt unternehmensspezifische ID4i API Clients um?

BlueRain Software empfiehlt, die API Clients durch eigene Entwickler des einsetzenden Unternehmens implementieren zu lassen, da dort das Know-How über die umzusetzenden Prozesse am größten und damit Projektaufwände für die Integration sinken.

Selbstverständlich können Sie auch Ihre IT Dienstleister mit der Integration beauftragen. Bei Bedarf vermitteln wir gerne den Kontakt zu einem unserer Integrationspartner.

Unsere Entwickler stehen für Unterstützungsanfragen hinsichtlich Design und Umsetzung zur Verfügung.

Welche Skills sind benötigt, um ID4i API Clients zu entwickeln?

Um ID4i Clients zu entwickeln, benötigen Entwickler – neben den zu integrierenden Systemen in Ihrem Haus und deren Technologie-Stack – Kenntnisse über HTTP / REST APIs. Spezifika zu ID4i sind unter https://bluerainsoftware.github.io/id4i-oss/docs/redoc/index.html dokumentiert.

Welche Ressourcen stehen als Unterstützung für Entwickler zur Verfügung?

Entwickler können auf folgende Ressourcen zurückgreifen, um die benötigten Kenntnisse zur Integration ID4i zu erwerben: